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Wenn ich mich herausnehme aus der Landschaft, wenn ich mich fremd mache und den Blick weit stelle, kann ich versuchen, mir die Landschaft verständlich zu machen. Ich betrachte die Schollen, die in der Landschaft liegen, in seltsamen Distanzen voneinander entfernt. Es sind Schollen von unterschiedlicher Länge, Dichte und Beschaffenheit. Sie schlagen Schneisen ins Land. Allesamt sind sie angesiedelt auf einer schmalen, scharfen Grenze zu einem ausufernden Weiß.

HALB TAUBE HALB PFAU ist ein Land. Eine weitläufige, weiße Fläche, in der Texte wie Fundstücke auftauchen. Sie dehnen sich aus, überlagern und verwachsen sich, driften auseinander und verschwinden vorübergehend im Weiß. Sie werden aufgehoben, betastet und wieder fallen gelassen, erneut aufgenommen, behauen, anders zusammengesetzt, von der Rückseite betrachtet. Das sind die Schollen, die sich bilden im Land. Davor und danach ist Stille, weißes Rauschen. Dazwischen sitzt das Echo.

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